§ 34 SGB VIII

Intensivpädagogische Gruppenangebote

Eine Gruppe kann tragen, wenn sie klein genug ist und genug Fachkräfte da sind. In unseren Wohngruppen leben wenige junge Menschen zusammen, begleitet von einem Team, das sie namentlich kennt. Der Alltag ist strukturiert, aber nicht starr: Er gibt Halt und lässt Raum zum Üben.

Was die Gruppe ausmacht

Klein genug, um zu tragen

Eine Gruppe wirkt nur, wenn sie überschaubar bleibt und genug Fachkräfte da sind. Beides kostet Geld – und beides ist der Grund, warum unsere Settings halten.

Kleine Gruppen

Wenige Plätze je Wohngruppe. Das ist teurer und aufwendiger, aber die Voraussetzung dafür, dass jede Fachkraft jeden jungen Menschen wirklich im Blick hat.

Doppelbesetzung im Dienst

In den Kernzeiten sind zwei Fachkräfte da. So bleibt eine Person ansprechbar, wenn die andere sich um eine zugespitzte Situation kümmert.

Nachtbereitschaft

Nachts ist jemand vor Ort. Für viele junge Menschen sind gerade die Abende und Nächte die schwierigste Zeit.

Feste Bezugsbetreuung

Jeder junge Mensch hat innerhalb des Teams eine namentlich benannte Bezugsperson für Hilfeplanung, Elternkontakt und persönliche Themen.

Tagesablauf

Ein Alltag, auf den Verlass ist

Struktur ist bei uns kein Selbstzweck. Sie nimmt den jungen Menschen die Aufgabe ab, jeden Tag neu aushandeln zu müssen, was gilt.

Morgens
Gemeinsames Wecken, Frühstück, Weg zur Schule oder Beschäftigung. Wer nicht in Beschulung ist, hat trotzdem eine feste Tagesstruktur.
Nachmittags
Hausaufgaben, Termine, Sport, Haushalt. Aufgaben in der Gruppe sind verteilt und wechseln – nicht als Erziehungsmaßnahme, sondern weil ein Haushalt Arbeit macht.
Abends
Gemeinsames Essen, Gruppenrunde, Zeit für Gespräche. Feste Zeiten fürs Schlafengehen, altersgestaffelt.
Wochenende
Ausflüge, Besuche bei den Eltern, Freizeit. Umgangskontakte werden vorbereitet und nachbesprochen.
Beteiligung

Mitreden gehört dazu

Die jungen Menschen entscheiden mit, wo es um sie geht: in der wöchentlichen Gruppenrunde, bei der Gestaltung des Zimmers, bei Freizeitplanung und Regeln. Wer nie erlebt hat, dass die eigene Meinung zählt, lernt es nicht durch Belehrung.

Für Beschwerden gibt es einen Weg, der nicht über die Bezugsperson führt – niemand soll sich zwischen Loyalität und Kritik entscheiden müssen. Was uns erreicht, wird dokumentiert und beantwortet.

Mehr dazu in unserem Konzept.

Sprechen Sie mit uns

Schildern Sie uns die Situation. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob wir das passende Setting anbieten können und ab wann.